Fotos zu den Projekten sind in der Rubrik Links zu finden.
Wiederaufforstung in Ostuganda – ein Gemeinde- Entwicklungsprojekt
Gogonyo, ein Dorf in Ostuganda,
war früher umgeben von Wald und Buschland, in dem noch wilde Tiere umherstreiften. Heute hat es 80% seines Baumbestandes durch Rodung verloren, um die wachsende Bevölkerung ernähren zu können. Die verheerenden Folgen wie Bodenerosion, Verödung und Versteppung des Landes führen zu verminderten Ernten. Ohne den Schutz der Bäume verliert der sonst fruchtbare Boden seine Ertragsfähigkeit. Die Dorfbewohner wissen nur wenig über diese Zusammenhänge, aber ein Prozess des Umdenkens hat bereits eingesetzt, denn die heutige Situation ist alarmierend.
Die Bewohner sind bereit, in die Zukunft ihres Dorfes zu investieren.
2005 startete eine erste Wiederaufforstungs- Initiative als privates Projekt mit der Anpflanzung von 50 Bäumen. Dies geschah in Kooperation mit lokalen Behörden und dem Ministerium für Agrarkultur, das fachliche Beratung und Schulungen anbietet.
Aus bescheidenen Anfängen ist während der vergangenen Jahre ein umfassendes Wiederaufforstungs- Projekt entstanden, an dem viele Farmer aus Gogonyo beteiligt sind. Dies positive Beispiel ermutigt auch die Bewohner der Nachbardörfer zu einem Umdenken in Sachen Land- und Forstwirtschaft, Klimaschutz und Erhalt der Ressourcen.
Inzwischen wurden über 30.000 Bäume gepflanzt. Das Land für die Wiederaufforstung wird teils von den Bauern zur Verfügung gestellt, sofern sie die Felder nicht zum Anbau von Grundnahrungspflanzen wie Kassava (Maniok), Hirse, Mais, Bohnen, Süßkartoffeln, Reis u.a. benötigen. Sie übernehmen auch die Pflege der Jungpflanzen, nur die anfallenden Kosten zum Kauf der Setzlinge können sie nicht aufbringen.
Die 7 Grundschulen des Dorfes sind in das Projekt integriert. Die junge Generation lernt, ihre Umwelt als Lebensgrundlage zu achten, zu bewahren und zu fördern. Sie und ihre Bäume gestalten die Zukunft für Gogonyo mit.
Ein Baum heute sichert eine Mahlzeit für morgen.
Ende 2006 wurde der Verein zum Schutz der Natur und Wiederaufforstung in Gogonyo, Distrikt Pallisa, gegründet unter dem Namen:
IGOCOBAFA - Improve Gogonyo Community Based Agro-Forestry Association.
Die Initiatoren Steven & Mary Ogwang kooperieren mit
- Dorfältesten
- Distriktverwaltung
- Ministerium für Agrarkultur
- Baumschulen
- Schulen
- Kirchen
- Lokalen Farmern
Über 30 Farmer haben sich hier zusammengeschlossen.
Inzwischen entstanden weitere Projekt- Initiativen in den Bereichen Landwirtschaft, Gesundheit, Ausbildung, Ökonomie, Soziales, Mission, jeweils in Kooperation und mit Unterstützung der entsprechenden lokalen Behörden und Verantwortlichen.
2008 wurden Name und Satzung des IGOKOBAFA Vereins dieser neuen Entwicklung angepasst und geändert in „Gogonyo Development Initiative“. Der Prozess einer offiziellen Registrierung in der erweiterten Form ist noch nicht abgeschlossen.
April 2008 gründete sich in Jever der Verein WanGo, eine Brücke nach Afrika,
Wangerland / Germany – Gogonyo / Uganda
1. Vorsitzender: Dirk Vellema, Wangerland Hohenkirchen, Tel. 04463 – 1820
2. Vorsitzende: Aukje Soepboer, Wangerland Oldorf, Tel: 04463 - 474
Der Verein hat das Ziel, den Austausch in verschiedenen Bereichen, wie Landwirtschaft, Wiederaufforstung, Gesundheit, Bildung, Soziales zu unterstützen. Weitere Infos sind beim Verein direkt zu erfragen.
Gästehaus und Gesundheitszentrum Gogonyo
Wer gerne einmal das Alltagsleben im Dorf „hautnah“ miterleben möchte, ist herzlich eingeladen, einige Tage im Gäste- und Missionshaus in Gogonyo zu verbringen. Das Gebäude im Dorfzentrum bietet mehrere einfache Gästezimmer und einen großen Innenhof. Kontakt zu den Dorfbewohnern ist schnell geschlossen. Die Besichtigung der Projekte vor Ort und eine Beteiligung an unterschiedlichen Aktivitäten vermitteln einen bleibenden Eindruck und ein besseres Verständnis dieser uns oft so fremden, fernen Kultur und Lebensweise.
Das Gästehaus wurde als Ort der Begegnung errichtet, mit der Option verschiedener Angebote für die Dorfgemeinschaft. Der große, teils überdachte Innenhof wird für Feste, Veranstaltungen oder Filmabende genutzt. Eine Spende mehrerer Computer ermöglicht einen regelmäßigen Computer- Unterricht, den vor allem junge Leute nutzen und dadurch ihre Ausbildungschancen zu verbessern können.
In Zusammenarbeit mit einem Arzt und einer Optikerin aus der Distrikt- Hauptstadt Pallisa finden hin und wieder Gesundheits- Programme statt, z.B. ein Malariatag oder ein Angebot für Sehtests mit der Ausgabe von Lesebrillen. Es besteht weiterer Bedarf nach Brillen, auch in den Nachbardörfern und die Optikerin ist gerne bereit, diesen Dienst zu tun. Doch dazu benötigt sie ein eigenes Optiker- Set mit den verschiedenen Vorsteckgläsern.
Herzlichen Dank der Augenklinik Essen im Ruhrgebiet, die ein nicht mehr benötigtes Set an Gläsern incl. der erforderlichen Messbrille im November 2010 spendete. Anfang 2011 brachten Gerd und Christa das Set persönlich nach Uganda und überreichten es Steven Ogwang.
Um die Gesundheitsfürsorge zu verbessern, wurde 2008 neben dem Gästehaus mit dem Bau eines kleinen Gesundheitszentrums begonnen. Alles geschieht in Eigenleistung und solider Handarbeit. Im Herbst 2009 wurde das Erdgeschoss im Rohbau fertig gestellt, später kann evt. eine weitere Etage aufgestockt werden. Der Bedarf unter der ländlichen Bevölkerung ist groß. Besonders häufig sind Malaria, sowie Verletzungen bei Feldarbeiten und im Haus, u.a. durch die offenen Feuerstellen. Der Transport zur nächsten Klinik ist schwierig. Da kaum jemand ein Auto besitzt, müssen die 15km bis zur Stadt meist zu Fuß oder per Fahrrad bewältigt werden, unmöglich für einen Schwerkranken oder eine hochschwangere Mutter. Hier kann das kleine Gesundheitszentrum Notfallhilfe anbieten und leichtere Fälle vor Ort behandeln. Das ganze Projekt läuft in Kooperation mit der Distrikt- Verwaltung, der Klinik und den Ärzten von Pallisa City. Sie begleiten beratend und überwachend Planung, Bau und die gesamte Entwicklung.
Im Februar 2011 wurde das Gebäude soweit fertiggestellt, unter der tatkräftigen Mitwirkung eines Teams aus Holland. Weitere Infos und Fotos dazu sind auf der holländischen Webseite http://www.missionuganda.nl siehe Linkliste.
Zur Unterstützung der Projekte kann das Konto APOYO e.V. / Living Sound genutzt werden, bitte Verwendungszweck angeben. Zuwendungsbescheinigungen können ausgestellt werden.
Bankverbindungen:
- Begünstigter: Apoyo e.V. / Living Sound,
- Vermerk: Gemeinde-Entwicklung
- Kontonummer: 2100034029
- Bank: KD-Bank Schwanenwall 27, 44021 Dortmund DE
- BLZ: 35060190
- IBAN: DE90 35060190 2100034029
- BIC: GENO DE D1 DKD